Regeln

Nur Wörter mit 2 oder mehr Zeichen werden akzeptiert.
Maximal 200 Zeichen insgesamt.
Leerzeichen werden zur Trennung von Worten verwendet, "" kann für die Suche nach ganzen Zeichenfolgen benutzt werden (keine Indexsuche).
UND, ODER und NICHT sind Suchoperatoren, die den standardmäßigen Operator überschreiben.
+/|/- entspricht UND, ODER und NICHT als Operatoren.
Alle Suchbegriffe werden in Kleinschreibung umgewandelt.

VERWERTUNGSVERFAHREN REKOMED

Infektiöse Krankenhausabfälle desinfizieren. Und somit verwertbar machen

Am Standort Lünen haben wir unter dem Namen REKOMED ein innovatives Verfahren zum Umgang mit und zur Verwertung von infektiösen Abfällen installiert. Kontaminierte Reststoffe, die bis dato zwingend in die Sonderabfallverbrennung gehörten, avancieren so zum Energielieferanten. 

Hierfür wird das infektiöse Material zunächst durch ein vom Robert-Koch-Institut anerkanntes Vakuum-Dampf-Verfahren so desinfiziert, dass es nicht mehr in die Rubrik gefährliche Abfälle fällt. Anschließend wird das nunmehr unschädliche Material direkt vor Ort auf dem Lippewerk zur Strom-, Dampf- und Drucklufterzeugung eingesetzt. Ein Ansatz, der zeigt, wie sich Sicherheit und Ressourceneffizienz miteinander verbinden lassen.


Aus infektiösen Abfällen wird erzeugte Energie

Das REKOMED-Verfahren bietet medizinischen Einrichtungen eine Möglichkeit, ihre Entsorgung ressourcenschonend zu gestalten.

Vom infektiösen Material zum Ersatzbrennstoff. Mittels Vakuum-Dampf-Desinfektion

Die Desinfektion erfolgt vollautomatisch in einem geschlossenen System. Personal kommt zu keiner Zeit in Kontakt mit dem Material.


Impressionen aus der Anlage zur Verwertung infektiöser Abfälle


Energieeffizienz, die sich sehen lassen kann

Wie sinnvoll die Desinfektion von Krankenhausabfällen ist, zeigt sich, wenn man konkret das Thema Energiegewinnung in den Blick nimmt. Denn das im Zuge des REKOMED-Verfahrens durch die Desinfektion zum Ersatzbrennstoff aufgewertete Material weist einen beachtlichen Brennwert auf. Zum Entsorgen definitiv zu schade. Vor allem, wenn man wie wir Ressourcen möglichst effizient nutzen möchte.

Sicherheitsplus in Wirkung und Anwendung

Die Desinfektionsanlage tötet sämtliche Keime, Sporen, Viren und Bakterien zuverlässig ab. Sie dient damit nicht nur der klassischen Entsorgung von Abfällen in Krankenhäusern, sondern auch dem Erhalt eines funktionierenden Gesundheitssystems. Wie wichtig das ist, haben die Pandemiejahre mit der Bedrohung durch das Coronavirus eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Aber nicht nur bei der Wirkung, sondern auch bei der Anwendung kann die Anlage in puncto Sicherheit überzeugen. Von der Zuführung des Materials in geschlossenen Behältern bis zur finalen Materialausgabe funktioniert der Desinfektionsprozess vollautomatisch. Ein Kontakt von Mensch und Material ist durchgängig ausgeschlossen. Zudem verfügt die Anlage über eine Eigendesinfektion.

Die Materialbehandlung erfolgt in einem komplett geschlossenen System.


Die in der Anlage praktizierte Vakuum-Dampf-Desinfektion ist zu 100 Prozent wirksam gegen das Coronavirus.

Detailinformationen zur Anlage – in Wort und Bild

1. Hub-Kippstation
Hier werden die in hermetisch dichten Sicherheitsbehältern befindlichen Abfälle mittels Hubwerk in die Anlage befördert.

2. Schredder
Die Behälter samt Abfall werden im geschlossenen System zerkleinert.

3. Verteilschnecke
Die Verteilschnecke leitet das zerkleinerte Material weiter in die beiden Prozessrohre.

4. Prozessrohre
Zunächst wird die im Rohr befindliche Luft vollständig entfernt. Dann beginnt die eigentliche Desinfektion. Dabei wird das mit Material bestückte Prozessrohr mittels Direktdampf erhitzt. Die Desinfektionsbedingungen entsprechen dabei den Vorgaben des Robert-Koch- Instituts. Anschließend wird das Material im Vakuum getrocknet und dabei auf 50° Celsius heruntergekühlt. Weiter siehe 9.

5. Autoklavendeckel
Der Deckel öffnet sich nach Abschluss des Desinfektions- und Trocknungsprozesses. Das abgekühlte Sterilgut wird mittels einer Förderschnecke aus dem Rohr ausgetragen.

6. Austragungsförderband
Der desinfizierte, getrocknete und abgekühlte Abfall wird weitertransportiert zur Nachzerkleinerung.

7. Nachzerkleinerer
Das teilweise zusammengeballte Material wird wieder so weit aufgelockert, dass es problemlos in der Wirbelschichtfeuerung eingesetzt werden kann.

8. Abluftreinigungsstation
Hier wird die aus dem Shredder abgesaugte Luft über Sterilfilter vollständig keimfrei gemacht.

9. Vakuum- und Kondensationsstation
Parallel zum Hauptprozess wird hier der potenziell nicht sterile Abdampf kondensiert, in einem speziellen Behälter gesammelt und separat ebenfalls mit Dampf desinfiziert. Auch der sterile Abdampf wird hier kondensiert und zur Einleitung ins Abwassernetz vorbereitet. Zudem wird an dieser Station das für den Prozess notwendige Vakuum erzeugt. Jedes Prozessrohr verfügt über eine eigene Station.

10. Kühlsystem
Das Kühlsystem dient zur Rückkühlung des im Prozess benötigten und dort aufgeheizten Kühlwassers. Hier ist die meiste Zeit des Jahres ein Luftkühler mit Befeuchtungsfunktion im Einsatz. Dieser umweltfreundliche Hybridkühler wird bei hohen Außentemperaturen durch eine Kältemaschine unterstützt.

Sie haben Fragen zur Desinfektionsanlage oder zum REKOMED-Verfahren?
Sprechen Sie uns an

Das könnte Sie noch interessieren

Beratung und Service

Unser Fachwissen für Sie im Einsatz. Unsere Experten beraten Sie zu allen Fragen rund um die korrekte Sammlung und Deklaration.
mehr

Nachweisführung

Bürokratische Entlastung durch Unterstützung bei der Nachweisführung durch REMONDIS Medison.
mehr

Entsorgung für Krankenhäuser

Unsere Leistungen rund um die Entsorgung medizinischer Abfälle speziell für Krankenhäuser.
mehr

Standorte REMONDIS Medison

Mit einem Klick bestens im Bilde. Informieren Sie sich über unsere Unternehmensstandorte und die jeweiligen Angebote sowie Kontaktmöglichkeiten.

Standorte Medison


Standorte REMONDIS-Gruppe

Entdecken Sie die Welt von REMONDIS mit rund 1.500 Niederlassungen und Beteiligungen in über 30 Staaten.

Standorte REMONDIS-Gruppe