Für die Behandlung von Krebserkrankungen kommen Zytostatika zum Einsatz, die das Wachstum von Tumorzellen einschränken sollen bzw. diese im Idealfall sogar vollständig abtöten. Auch wenn Zytostatika sehr erfolgreich gegen Krebserkrankungen eingesetzt werden können, stellen die CMR-Medikamente für Personen, die mit diesen arbeiten, eine potenzielle Gefahr dar. Der Grund: Viele Zytostatika sind krebserzeugend, erbgutverändernd, fruchtbarkeitsgefährdend bzw. -schädigend und können zudem unmittelbar sensibilisierend, reizend und ätzend wirken.
Krankenhäuser, Labore und Apotheken müssen aufgrund der von Arzneistoffen ausgehenden Gefahren die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz ihres Personals ergreifen. Gemäß der Technischen Regel für Gefahrstoffe 525 sind Zytostatika grundsätzlich nur an geeigneten Sicherheitswerkbänken nach DIN 12980:2017-05 zu verarbeiten oder in einer Einrichtung, die den gleichen Sicherheitsstandards genügen muss. Ganz zentral ist die Filterung der Luft, sodass weder mit Zytostatika belastete Aerosole noch Partikel in die Atemluft gelangen. Hierfür sind in den Werkbänken oder auch Isolatoren spezielle Luftfilter verbaut. Diese HEPA-Filter (High Efficiency-Particulate Airfilter) müssen ausgetauscht werden, sobald ihre Funktionalität nicht länger gewährleistet ist oder sie ihre maximale Standzeit erreicht haben. Hier beträgt das Wechselintervall je nach Filter zwischen drei bis fünf Jahren.
Sicherheit hat im Umgang mit Gefahrstoffen wie Zytostatika oberste Priorität, gleiches gilt auch für die Entsorgung von mit diesen Stoffen kontaminierten Abfällen, die als gefährlich gelten. Als spezialisierter Entsorgungspartner übernimmt REMONDIS Medison hier auch die vollständige sichere Demontage und Entsorgung von Zytostatika-Werkbänken. Um dabei die Sicherheit von Mensch und Umwelt zu gewährleisten, ist eine genaue Planung essenziell. Unsere Mitarbeitenden holen dafür alle notwendigen Informationen bei den medizinischen Einrichtungen ein:
Gemeinsam wird ein entsprechender Fragebogen ausgefüllt. Mit diesem Fragebogen wird vorab unter anderem geklärt, mit welchen Zytostatika an der Werkbank gearbeitet wurde und ob das Gerät möglicherweise von Bakterien, Viren, Pilzen uvm. belastet sein könnte. Hinzu kommen aber auch organisatorische Dinge, wie Ansprechpartner vor Ort und ähnliches. Basierend auf diesen Informationen wird die gesamte Demontage von den REMONDIS Medison-Fachkräften individuell in enger Absprache mit der jeweiligen Einrichtung geplant. Für die Demontage der Zytostatika-Werkbänke bzw. den Filterwechsel werden zwei arbeitssicherheitsgeschulte Mitarbeitende eingesetzt. Mindestens einer dieser Mitarbeitenden hat zudem eine Schulung absolviert, die zur Demontage der Werkbänke berechtigt. Die entsprechenden Schulungsnachweise können jederzeit bei unserem Medison-Vertriebsdienst angefragt werden.
Bevor die eigentliche Demontage einer Sicherheitswerkbank beginnt, schauen sich unsere Fachkräfte die Gegebenheiten gemeinsam mit den Kunden vor Ort an, klären offene Fragen und stimmen das gesamte Vorgehen noch einmal detailliert ab. Um höchste Sicherheit zu gewährleisten, ist der betreffende Bereich während des Demontageprozesses für die Mitarbeitenden der medizinischen Einrichtung vorübergehend nicht zugänglich. Die regelhafte Demontage einer Sicherheitswerkbank für Zytostatika läuft dabei folgendermaßen ab:
Um gefährliche Partikel und Sporen zuverlässig zu entfernen, Stäube zu binden und Werkbank sowie Filter zu dekontaminieren, werden die zugänglichen Oberflächen der Werkbank mit Isopropanol 70 % gründlich desinfiziert. Die Filter behandeln die Mitarbeitenden vor der Entnahme mit einem speziellen Sprühkleber, der potenziell kontaminierte Stäube und Partikel zuverlässig bindet. So kann das Freisetzen kontaminierter Stoffe während der Demontage verhindert werden.
Alle bei der Demontage oder bei einem Filterwechsel anfallenden kontaminierten Abfälle – sprich Luftfilter, Schutzkleidung, Sicherheitszelt, benötigte Werkzeuge etc. – werden in speziellen UN-geprüften Spezialbehältern – Spannringfässern und medizinischen Systembehältern – gesammelt, transportiert und gemäß aller gesetzlichen Vorgaben und unter höchsten Sicherheitsstandards beseitigt. Je nach Größe müssen Filter oder Sicherheitswerkbank zersägt werden, bevor sie in den Behältern gesammelt werden bzw. die Werkbank auf den LKW verladen werden kann. Nicht kontaminierte Bestandteile der Werkbänke werden als Elektroschrott nach AVV 16 02 13 entsorgt und einem unserer Entsorgungspartner übergeben, der die Rohstoffe in den Kreislauf zurückführt. Unsere Kunden erhalten die Entsorgungszertifikate sowie ein Dekontaminationsprotokoll, in dem alle Schritte der Demontage inkl. der Sicherheitsvorkehrungen aufgeführt sind.
REMONDIS Medison entsorgt und demontiert Ihre Sicherheitswerkbank für Zytostatika – rechtskonform, zuverlässig und unter höchsten Sicherheitsstandards. Gemeinsam planen wir die sichere Entsorgung der gefährlichen Abfälle und stehen Ihnen dabei mit unserer langjährigen Erfahrung kompetent zur Seite. Haben Sie Fragen oder benötigen Sie eine Beratung zur Entsorgung Ihrer Zytostatika-Sicherheitswerkbank? Wir sind gern für Sie da! Kontaktieren Sie uns:
Ihr Medison-Vertriebsteam