OP-Abfälle sicher entsorgen: Auf die richtigen Behälter kommt es an

Von Organen über Herzkatheter bis hin zu Narkosemitteln: Im OP-Bereich fallen die unterschiedlichsten Abfallarten an. Je nach Gefahrenpotenzial und Beschaffenheit ist bei der Sammlung, Lagerung und Entsorgung neben der Verwendung von passenden Behältnissen auf eine entsprechende Kennzeichnung und die richtige Kühlung zu achten. Wir sorgen für einen sicheren Entsorgungsprozess und bieten Krankenhäusern und Kliniken genau die Unterstützung, die sie dabei benötigen.

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Entsorgung von pathologischen Abfällen

Bei Operationen fallen u. a. pathologische bzw. ethische Abfälle an, zu denen bspw. Körperteile, Organe oder Blutprodukte zählen. Gemäß Abfallverzeichnis-Verordnung (AVV) erfolgt ihre Entsorgung nach Abfallschlüssel 180102 oder 180103*, sofern sie infektiös sind. Sie sind bereits am Anfallort getrennt zu erfassen und ohne vorherige Sortierung, Umfüllung oder Vorbehandlung in sorgfältig verschlossenen Einwegbehältern zu sammeln. In Operationsräumen stehen dafür entsprechend deklarierte Gefahrgutbehälter bereit, die anschließend über mögliche Zwischenstationen zur zentralen innerbetrieblichen Sammelstelle transportiert werden. Dabei ist auf die erforderliche Kühlung zu achten.

Um Gasbildung zu vermeiden, darf die Bereitstellungsdauer von Abfällen des AS 180102 bei Temperaturen knapp unter 15 °C nicht länger als eine Woche betragen. Bei tiefgefrorenen Abfällen beträgt die Lagerzeit bis zu sechs Monate. Die anschließende Entsorgung der Abfallbehälter erfolgt über uns als spezialisiertes Entsorgungsunternehmen in einer Sondermüll-Verbrennungsanlage.

Verwertung von Herzkathetern

Gebrauchte EP-Herzkatheter (Elektrophysiologie-Katheter) landen oft im Krankenhausabfall, wobei jedoch wertvolle Ressourcen verloren gehen. Denn die Katheterspitzen können wertvolles Edelmetall enthalten, wie etwa Platin, Gold, Kupfer und Irdium, das mithilfe besonderer Verfahren von spezialisierten Entsorgungsfachbetrieben zurückgewonnen und verwertet werden kann.

Desinfizierte bzw. sterilisierte Elektrodenspitzen der Herzkatheter sind als Teile eines elektronischen Gerätes eingestuft und zählen nicht zu den gefährlichen Abfällen. Die fachgerechte Sammlung erfolgt in der Regel in 3I-PE-Gebinden mit Verschlusskappe und entsprechender Kennzeichnung. Nach dem Transport in eine Edelmetall-Recyclinganlage werden die Behälter zunächst gewogen. Zudem erhält jede Charge eine Ordnungsnummer, sodass jeder Schritt im Entsorgungsprozess nachvollziehbar ist.

Nach einer thermischen Vorbehandlung des Materials kommt es im nächsten Recycling-Schritt zum Einschmelzen der anorganischen Rückstände. Anschließend wird das Schmelzgut der Edelmetallscheidung zugeführt. Am Ende des Prozesses liegen die Elemente wieder in ihrer Reinform vor.

Atemkalk richtig entsorgen

Kommt bei einer Operation die Inhalationsanästhesie als Narkoseverfahren zum Einsatz, fungiert Atemkalk als Filter, der die ausgeatmete Luft des Patienten von CO2 befreit. Dieser befindet sich in einem Kohlendioxidabsorber innerhalb des Narkosegeräts. Atemkalk ist ein feinkörniges Medizinprodukt mit hoher Absorptionskapazität, das in geschlossenen Behältern trocken und bei gleichmäßigen Temperaturen gelagert werden muss. Einmal geöffnete Gebinde sind sofort, spätestens aber innerhalb von vier Wochen, zu verbrauchen.

Ein Austausch der Atemkalkfüllung des Absorbers ist mindestens einmal monatlich in regelmäßigen Abständen notwendig. Atemkalk gehört aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung zu den gefährlichen Abfällen. Die einzelnen Fraktionen müssen getrennt gesammelt und in für den Transport zugelassenen verschlossenen Behältnissen gelagert werden. Wichtig ist außerdem eine ausreichende Belüftung in den Lagerräumen. Die Entsorgung erfolgt als Abfall, der besonders überwachungsbedürftig ist. Hierfür ist das Führen eines Entsorgungsnachweises zur Sonderabfallverbrennung (SAV) oder chemisch-physikalischen Behandlung (CPB) erforderlich.

Entsorgung von Narkosemitteln

Neben Atemkalk kommen für die Narkose und Sedierung von Patienten weitere Mittel und Verfahren zum Einsatz, bei denen unterschiedliche Abfallarten anfallen. Zur Durchführung einer intravenösen Narkose werden unter anderem Betäubungsmittel verwendet, von denen aufgrund der individuell für den Patienten abgestimmten Dosis meist nur geringe Medikamentenreste übrig bleiben. 
Befinden sich Reste von Narkosemitteln in einer Spritze oder einem Infusionssystem, sind diese gemäß Betäubungsmittelverordnung zu entsorgen. Die Spritze muss zuvor vollständig entleert und angebrochene Behältnisse verworfen werden. Bei größeren Mengen von Narkosemitteln erfolgt die Entsorgung als Chemikalienabfall gemäß AS 180107. Dabei ist das Sicherheitsdatenblatt des Herstellers zu beachten.

Die verwendeten Kanülen sind in stich- und bruchfesten Einwegbehältnissen ohne vorherige Sortierung, Umfüllung und Vorbehandlung zu sammeln, zu lagern und dem Transport zuzuführen. Fallen geringe Mengen an sogenannten Sharps an, können sie gemeinsam mit Abfällen des AS 180104 entsorgt werden.

Wir entsorgen Ihre OP-Abfälle

Egal, um welche Art von OP-Abfällen es sich handelt, REMONDIS Medison hilft Ihnen bei der fachgerechten Entsorgung. Wir stellen für jede Fraktion die passenden Spezial- und Gefahrgutbehälter bereit und übernehmen den sicheren Transport in die Verbrennungsanlage. Zusätzlich stehen wir Ihnen bei der Erstellung von ggf. erforderlichen Entsorgungsnachweisen zur Seite. Bei allen Fragen rund um die Entsorgung von Abfällen aus dem OP-Bereich unterstützen wir Sie gern telefonisch oder per E-Mail.

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